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Grundlagen

So sparst du mobile Daten beim Videoschauen

4 Min. Lesezeit

Video ist mit Abstand das, was auf einem Handy die meisten Daten verbraucht. Ein Nachmittag mit Videos unterwegs kann einen guten Teil deines monatlichen Datenvolumens auffressen. Mit einer einfachen Rechnung und ein paar Einstellungen weißt du, wie viel du verbrauchst, und behältst es im Griff, egal welche App du nutzt.

Wie viel ein Video verbraucht: die Rechnung

Was ein Video verbraucht, hängt von seiner Bitrate ab, der Datenmenge pro Sekunde, gemessen in Megabit pro Sekunde (Mb/s). Um sie in Megabyte umzurechnen, die Einheit deines Tarifs, teilst du durch 8, denn ein Byte hat 8 Bit:

  • Megabyte pro Minute = Mb/s × 60 ÷ 8.
  • Megabyte pro Stunde = Mb/s × 3.600 ÷ 8, oder anders gesagt Mb/s × 450.

Ein Beispiel: Ein Video mit 2 Mb/s verbraucht 2 × 450 = 900 MB pro Stunde, fast ein Gigabyte. Eines mit 8 Mb/s braucht 3.600 MB pro Stunde, mehr als dreieinhalb Gigabyte. Reiner Ton ist viel leichter: Ein Radiosender mit 128 kb/s (0,128 Mb/s) kommt auf etwa 58 MB pro Stunde.

In Whatplay siehst du die Bitrate dessen, was gerade läuft, unter „Optionen“ im Player: Unter dem Titel stehen Auflösung, Codec und Mb/s, sofern das Video sie angibt. Auflösung und Verbrauch sind nicht dasselbe, denn ein stark komprimiertes 1080p kann weniger verbrauchen als ein schwach komprimiertes 720p; im Allgemeinen gilt aber: je höher die Auflösung, desto mehr Daten.

Lass dich warnen, bevor du Daten verbrauchst

Aktiviere Einstellungen › Player › „Bei mobilen Daten warnen“. Dann fragt Whatplay nach, bevor etwas aus dem Internet ohne WLAN abgespielt wird („Du nutzt mobile Daten“), und du entscheidest, ob es weitergeht. Läuft gerade etwas bei ausgeschaltetem Bildschirm oder im Bild-im-Bild-Fenster und das Handy wechselt vom WLAN zu den mobilen Daten, hält Whatplay an und meldet sich mit einer Benachrichtigung, damit du entscheidest, ob es weitergehen soll. Das ist sehr praktisch, wenn du mit laufendem Video aus dem Haus gehst. Die Hilfe fasst es unter Verbraucht Whatplay viel Datenvolumen? zusammen.

Was im Hintergrund geladen wird

Nicht nur das Video verbraucht Daten. Auch Listen und TV-Programme werden heruntergeladen, und manche sind Dutzende Megabyte groß:

  • Unter Einstellungen › Listen lädt „Listen beim Öffnen der App aktualisieren“ die Listen mit Adresse neu herunter, wenn das letzte Mal mehr als eine Stunde her ist, und „Jede Liste beim Öffnen aktualisieren“, wenn es mehr als zehn Minuten her ist. Wenn deine Listen groß sind und du die App unterwegs oft öffnest, überleg dir, beides auszuschalten und die Listen von Hand über „Aktualisieren“ im Menü der Liste zu aktualisieren.
  • Jede Liste hat in ihrem Menü außerdem „Automatisch synchronisieren“, falls du es nur bei einer abschalten willst.
  • Die XMLTV-Programme werden von Zeit zu Zeit aktualisiert, aber nicht erneut heruntergeladen, wenn sie sich nicht geändert haben.
  • Die Synchronisierung mit Google Drive überträgt wenig: Große Listen reisen nur mit ihrer Adresse.

Einstellungen von Android selbst

  • Datensparmodus: Begrenzt in den Netzwerkeinstellungen von Android, was Apps über mobile Daten im Hintergrund laden.
  • Datenwarnung und Datenlimit: Android kann dich bei einer bestimmten Menge warnen und die mobilen Daten bei einer anderen abschalten. Stell beides etwas unter das, was dein Tarif enthält.
  • Verbrauch pro App: Im selben Bereich siehst du, wie viel jede App im Abrechnungszeitraum verbraucht hat. So erfährst du am zuverlässigsten, was deine Daten auffrisst.

Die genauen Namen dieser Menüs hängen vom Hersteller des Handys und von der Android-Version ab.

Gewohnheiten, die sparen

  • Langes im WLAN. Heb dir Filme für zu Hause auf und nutze die mobilen Daten für Kurzes.
  • Was schon auf dem Handy ist, verbraucht nichts. Die auf dem Gerät gespeicherten Videos findest du im Tab Medien, und sie brauchen kein Netz.
  • Such nach leichten Versionen. Bietet die Quelle dasselbe Video getrennt in mehreren Qualitäten an, nimm unterwegs die niedrigste. Bei HLS oder DASH wählt der Player die Qualität nach der Geschwindigkeit des Netzes, nicht nach deinem Tarif; das erklären wir unter HLS und DASH.
  • Zum Zuhören: Audio. Ein Podcast oder ein Radiosender verbraucht nur einen Bruchteil dessen, was ein Video verbraucht.
  • Das Bild-im-Bild-Fenster und der ausgeschaltete Bildschirm laden weiter Video. Wenn du nur zuhören willst, nimm lieber eine Audioversion.
  • Ein moderater Puffer. Unter Einstellungen › Player › „Puffer“ sorgt ein niedriger Wert dafür, dass du weniger unnötig heruntergeladen hast, wenn du ein Video mittendrin schließt.

Vorsicht beim Teilen der Verbindung

Wenn du den Hotspot des Handys einschaltest, um einen Fernseher oder Computer zu verbinden, geht alles, was du darauf schaust, von deinen mobilen Daten ab. Dasselbe gilt für WebCast, wenn du den Hotspot des Handys nutzt: Das Handy lädt das Video über seine mobilen Daten herunter und gibt es an den Fernseher weiter. Mit Chromecast und einem WLAN zu Hause lädt dagegen der Fernseher das Video herunter, über deinen Festnetzanschluss.

Ein praktisches Beispiel

Angenommen, du hast einen Tarif mit 20 GB im Monat und Videos mit etwa 3 Mb/s. Pro Stunde sind das 3 × 450 = 1.350 MB, der Tarif reicht also für knapp 15 Stunden Video, ohne alles andere. Gehst du auf eine Version mit 1,5 Mb/s herunter, kostet dieselbe Zeit die Hälfte. Diese Rechnung einmal zu machen, hilft dir zu entscheiden, was du unterwegs schaust und was du dir fürs WLAN aufhebst. Und wenn das Video außerdem hängt, sieh dir Aussetzer, Ruckeln und langsames Laden an.

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