M3U, M3U8 und W3U: was was ist und wann du welche nimmst
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Wenn du deine Videos ordnest, stößt du auf drei Endungen, die sich sehr ähneln: .m3u, .m3u8 und .w3u. Die ersten beiden sind fast dasselbe; die dritte ist eine andere, umfassendere Art, eine Liste zu schreiben. Hier erfährst du, was jede ist, worin sie sich unterscheiden und welche zu dir passt.
M3U: der Klassiker unter den Listen
M3U entstand Ende der Neunzigerjahre als Format für Musik-Playlists: eine Textdatei mit einem Pfad oder einer Adresse pro Zeile. Mit der Zeit kam die „erweiterte“ Version hinzu, die mit #EXTM3U beginnt und vor jedem Eintrag eine Zeile #EXTINF mit Dauer und Namen erlaubt. Darauf aufbauend haben die Player nach und nach eigene Attribute ergänzt, etwa tvg-logo (das Bild), group-title (die Gruppe) oder tvg-id (der Sender im TV-Programm).
Ihre Vorteile: Fast jeder Player versteht sie, sie ist in einer Minute von Hand geschrieben und gut lesbar. Ihre Grenzen: Sie ist kein fest definierter Standard, daher unterstützt jedes Programm manche Attribute und andere nicht; sie kennt nur eine Gruppenebene; und es gibt keinen Platz für lange Beschreibungen, externe Untertitel oder Listen in Listen.
M3U8: dieselbe Liste, in UTF-8
Eine .m3u8 ist eine M3U, die mit der Zeichenkodierung UTF-8 gespeichert ist; daher die „8“. Heute sind fast alle M3U-Dateien in UTF-8, deshalb werden beide Endungen bei Videolisten gleichbedeutend verwendet. Wenn deine Namen Umlaute, Akzente oder Zeichen aus anderen Alphabeten enthalten, speichere in UTF-8, egal wie du die Datei nennst.
Achtung: .m3u8 ist auch HLS
Dieselbe Endung verwendet HLS, das Streaming-Verfahren, das viele Websites und Übertragungen nutzen. Eine HLS-.m3u8 ist keine Liste von Videos zum Auswählen, sondern das Manifest eines einzigen Videos, das in Stücke zerlegt ist. Unterscheiden kannst du sie am Inhalt: Die HLS-Datei ist voller Tags, die mit #EXT-X- beginnen, etwa #EXT-X-STREAM-INF oder #EXT-X-TARGETDURATION. Wir erklären das unter HLS und DASH: So funktioniert adaptives Streaming.
Whatplay schaut auf den Inhalt und nicht nur auf die Endung: Wenn du eine Adresse abspielen willst, die in Wahrheit eine Liste ist, sagt dir die App „Diese Adresse ist eine Senderliste, kein Sender“, damit du sie unter Listen hinzufügst.
W3U: eine Liste in JSON
W3U ist das Listenformat von Whatplay, geschrieben in JSON, einem strukturierten Textformat mit geschweiften und eckigen Klammern. Die App nutzt es, um die Listen zu speichern und zu teilen, die du unter Favoriten anlegst. Ein kleines Beispiel:
{ "name": "Vídeos de casa", "author": "Marta", "groups": [ { "name": "Viajes", "image": "https://example.com/img/viajes.jpg", "stations": [ { "name": "Lisboa", "url": "https://example.com/videos/lisboa.mp4", "subtitle": "https://example.com/videos/lisboa.srt" } ] } ]}
Was es gegenüber einer M3U mitbringt:
- Gruppen in Gruppen (
groupsinnerhalb einer Gruppe), um nach Jahren, Staffeln oder Themen zu ordnen. - Bild und Beschreibung (
imageundinfo) für die Liste, für jede Gruppe und für jedes Video. - Externe Untertitel mit
subtitle: die Adresse einer .srt-, .vtt- oder .ass-Datei. - Ausweichadressen mit
url1,url2…: Fällt die Hauptadresse aus, werden sie der Reihe nach probiert. - Verknüpfte Listen: Eine Gruppe mit eigener
urlwird erst beim Öffnen heruntergeladen, sodass sich eine große Sammlung auf mehrere Dateien verteilen lässt. - TV-Programm der Liste mit
epgund bei jedem Eintrag dessenepgId, das Gegenstück zurtvg-id. - Gesperrte Inhalte mit
"parental": truein der Liste, in einer Gruppe oder bei einem Video; dann wird die PIN der Kindersicherung abgefragt.
Ist die Liste sehr groß, lässt sie sich mit gzip komprimieren und als .w3uz speichern; Whatplay entpackt sie selbst. Und das Format verzeiht einiges: Fehlt im JSON ein Komma oder ist eine Klammer zu viel, versucht Whatplay, es zu reparieren, bevor die Liste abgelehnt wird.
Welche nehme ich?
- Sie soll in jedem Player funktionieren: M3U in UTF-8. Das ist am kompatibelsten, und für eine einfache Sammlung mit Vorschaubildern und Gruppen reicht es völlig.
- Du schreibst sie von Hand und sie ist kurz: M3U. In einem JSON vertut man sich leichter als in einer Textzeile.
- Du hast viel Material und willst es auf mehreren Ebenen ordnen, mit Beschreibungen, externen Untertiteln oder Ersatzadressen: W3U.
- Du willst gar nichts schreiben: Leg die Liste unter Favoriten mit „Neue Liste“ an. Whatplay speichert sie als W3U, und du kannst sie per Link, Datei oder QR-Code teilen.
Whatplay öffnet beide gleich gut, du musst also nichts umwandeln, was du schon hast. Die Hilfe fasst es unter M3U oder W3U? zusammen, und das M3U-Format Schritt für Schritt findest du unter So erstellst du deine eigene M3U-Liste.
Weitere Endungen, die dir begegnen
Unter „Liste hinzufügen“ zeigt Whatplay die Formate, die es akzeptiert: M3U, M3U8, W3U, W3UZ, WISE und PKW. WISE ist eine weitere JSON-Liste, W3U sehr ähnlich, und PKW ist ein Paket mit mehreren Listen darin. Fügst du versehentlich die Adresse eines XMLTV-Programms statt einer Liste ein, weist dich die App darauf hin, dass es ein TV-Programm ist, und sagt dir, wo du es importierst.
Tipps für jedes Format
- Speichere immer in UTF-8 und als reinen Text.
- Verwende vollständige Adressen, wann immer möglich mit
https://. - Wähle kurze, klare Namen: Auf dem Fernseher liest man sie aus der Entfernung.
- Bevor du eine Liste teilst, prüfe, dass in den Adressen keine Benutzernamen oder Passwörter stehen. Whatplay warnt dich beim Teilen, wenn es Kontodaten erkennt.